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Großsteingräber bei Bretsch

Alle Perioden nacheiszeitlicher menschlicher Existenz ab etwa 4000 vor Christi in Stein-, Bronze- und Eisenzeit sind auch durch archivierte Funde in der Gegend von Bretsch belegt. Imposante Zeugen sind bis heute die speziell in der nordwestlichen Altmark errichteten Großsteingräber (Megalithgräber).

 

Die aus Jungsteinzeit (5000 bis 1800 v. Chr.) stammenden mächtigen Grab- und Kultstätten wurden u. a. in den Jahren 1824 bis 1843 von dem bedeutenden Salzwedler Historiker J. F. Danneil systematisch erfasst und untersucht. Von den in der Feldmark Bretsch damals noch beschriebenen 6 Fundstellen (ursprünglich 13) sind heute noch drei Gräber gut erhalten. Alle anderen sind vollständig zerstört worden.

 

 

Die Gräber 1 und 2 liegen etwa 1 km östlich von Bretsch, Grab 3 befindet sich etwas abseits davon, ca. 2 km nordöstlich des Ortes. Die erhaltenen Fundstücke aus den Gräbern, wie z. B. einer Amphore der jüngeren Tiefstichkeramik und Keramikscherben aus der Jungtsein-, Bronze- und Eisenzeit, sind zum Teil im Johann-Friedrich-Danneil-Museum in Salzwedel bzw. im Kreismuseum Osterburg ausgestellt.

 

Durch die örtlichen Bemühungen der Gemeinde sowie der Denkmalspflege konnten die Großsteingräber weitgehend wieder freigelegt und in Pflege genommen werden. Sie sind im Archäologischen Wanderpfad integriert und das Grab 1 (direkt an der L 12 gelegen vor der Ortschaft Bretsch) kann jederzeit und das Grab 2 (liegt in einer Feldremise) bedingt besichtigt werden.

 

Die Mitglieder des Heimatvereins Gemeinde Bretsch e. V. geben Interessierten gern Auskunft zu den Standorten.